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.hack//Sign Original Soundtrack 1 |
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Dieser wurde in den USA in Form von Limited Editions zusammen mit den DVDs verkauft, die allerdings schon lange vor Erscheinen restlos ausverkauft waren. Dabei stellten die US-DVDs mit ihrer zusätzlichen dritten Tonspur, die lediglich die stimmungsvolle Musik der Serie enthielt, eine ziemlich gute Werbung für die CDs dar. Die CD beginnt dabei ungewöhnlicherweise mit einer langen Version des Endliedes und endet mit der langen Version der Eröffnung. Diese Entscheidung wird allerdings verständlich, wenn man die Lieder selbst betrachtet. Die lange Version des Endliedes mit seinen eher ruhigen Streichern ist einfach hervorragend dazu geeignet, nicht nur in den eigentlichen, eher rhythmisch gehaltenen Gesangsteil überzuleiten, sondern gleichzeitig den Hörer auf die weitere CD einzustimmen. Denn die Streicher, mit denen das Lied auch ausklingt, passen wesentlich besser zu den ersten, eher geheimnisvollen Klängen, mit denen das zweite Lied „The World“ beginnt, eines der Highlights der gesamten Serie. Doch auch wenn „The World“ eher langsam und geheimnisvoll beginnt, versucht nach einer Minute ein Streicher das Tempo etwas anzuziehen, um zum schnell gehaltenen Gesangsteil überzuleiten, aus dem sich wiederum der Streicher löst, um das Tempo ja nicht abfallen zu lassen. Nach diesem eher schnell gehaltenen Titel kommen die langsamen und friedlichen Streicher gerade recht, um wieder zu Atem zu kommen. Doch auch das hält nicht lange vor, denn das vierte Lied „Key of the Twilight“ ist Tsukasas Hauptthema, das mit einer eher an Flamenco erinnernden Einleitung einen verheißungsvollen Gesangsteil eröffnet, aus dem sich wiederum das bekannte Streichthema aus „The World“ erhebt um bald darauf wieder im Gesang unterzutauchen.
Diese leichten Töne werden dankbar vom nächsten Titel „fear“ aufgenommen, dort jedoch schnell in Dissonanzen übergeleitet. Dieser Angst stellt sich jedoch das nachdrückliche Versprechen aus „Aura“ entgegen. Nach dem eher scharfen Gesang aus „Aura“ versucht die ruhige Klaviermelodie aus „before dawn“ wieder etwas Ruhe herzustellen. Diese Ruhe wird aufgegriffen von der eher leichten Melodie aus „foreigners“, die zwar an Südamerika erinnern soll, mich allerdings eher an einen mittelalterlichen Jahrmarkt denken läßt. Doch wenn es schon um das Verständnis fremder Leute geht, wollen auch die Klaviere und Streicher aus „B.T.“ nicht fehlen, die recht gut die inneren Unstimmigkeiten dieser Frau wiedergeben, die man lange Zeit nicht einschätzen kann. Und auch Subaru versucht jemanden zu verstehen, als sie in „Stray Child“ Tsukasa in seiner einsamen Zelle besucht und versucht, ihm einen Ausweg zu zeigen. Diese hoffnungsvolle Stimmung wird aufgenommen von der leichten Melodie des Keyboards in „Sit beside me“, eine echte Überraschung dieser CD, denn so stimmungsvoll hatte ich sie aus dem Anime nicht in Erinnerung. Nach dieser friedlichen Wartezeit kann man sich ja ein wenig mit leichter Fantasy beschäftigen, wie die mittelalterlichen Rittergeplänkel aus „Magic and Sword“, die die leichte Dungeoneinlage von Mimiru und A-20 untermalen. Der darauf folgende Frieden wird von Klavier und Akkordeon in „A Bit of Happiness“ geschildert. „Silent Life“ wiederum beginnt zunächst mit verwirrenden Umgebungsgeräuschen und umschreibt die Suche nach Informationen über den geheimnisvollen Key of the Twilight, der sich als Hoffnung aus dem Chaos hervorschiebt, und die vom Klavier ständig neu genährt wird. Und diese Hoffnung kann mit den Synthesizern der abschließenden langen Version des Opening-Themas wesentlich besser dargestellt werden, das mit seinen eher zerrissenen Melodien allerdings auch klar macht, dass es noch viel zu tun gibt. Schließlich ist der Soundtrack damit erst in Episode 9 angekommen.
Dabei hätte diese CD ein derartiges Vorgehen gar nicht nötig, denn sie enthält ein 28-seitiges ziemlich informatives Beiheft, das neben den Texten aller Lieder (bei Bedarf sowohl mit dem japanischen Text und der englischen Übersetzung) auch die Situationen beschreibt, zu der das Lied jeweils gehörte. Aufgelockert wird das ganze noch durch kleine Bilder aus dem Anime in Briefmarkengröße. Dazu gibt es noch ein dreiseitiges Interview über die Entstehung des Soundtracks sowie eine Auflistung der Beteiligten an den Liedern. Im Grunde sind derart umfangreiche Beihefte häufig ein wesentlich sinnvollerer Kopierschutz als die ganzen zahlreichen Tricks, mit denen man vermeiden will, dass Computer den Inhalt der CD erfassen können. Denn während letztere im allgemeinen nur Ärger für den ehrlichen Käufer bedeuten, hat er mit den Informationen des Beiheftes auch echten Mehrwert in der Hand, den ein Bezieher illegaler MP3s eben nicht erhält. Das einzige, was im ganzen Beiheft jedoch vergessen wurde, ist eine Trackliste mit den Laufzeiten der einzelnen Titel, die wir hier nachliefern.
Insgesamt ein sehr stimmungsvoller Soundtrack, der nicht zuletzt durch seine gelungene Zusammenstellung auch sehr gut alleine, ohne optische Untermalung des Animes, zurechtkommt.
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