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Japanreise selbstgemacht

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Autor: Michael B.
Artikel erschienen in: FUNime Nr. 42, Seite 19, Juni 2005

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Tourismuszentrum in Tokyo - erste Anlaufstelle für alle Touris Eine Reise nach Japan, ins gelobte Land von Anime und Manga, davon träumt wohl jeder Fan. Doch es muß nicht beim Traum bleiben.

Zuerst stellt sich jedoch die Frage: Pauschal oder individuell? Pauschalreisen speziell für Animefans gibt es, sie sind aber sehr selten. Die meisten Japan-Paketangebote richten sich an gut betuchte Kulturtouristen, sind daher ziemlich teuer und natürlich nicht auf Anime-Sehenswürdigkeiten und -Shopping ausgelegt. Manche bieten jedoch einen gewissen Freiraum zur eigenen Planung. Etwas mehr Eigeninitiative und Mut erfordert es, die Reise komplett selbst zu planen, eventuell mit Hilfe von auf Japan spezialisierten Reisebüros. So kann man den optimalen Mix aus „normalen“ Besichtigungen und Fanaktivitäten erreichen. Besonders hierfür ist dieser Artikel als Hilfestellung gedacht.

Was kostet das Ganze?

Als grobe Richtschnur dafür, ob man sich die Reise überhaupt leisten kann, hier ein paar Zahlen, die als untere Grenze zu betrachten sind, wenn man noch Spaß an der Sache haben will. Die realen Ausgaben werden selten niedriger, können aber sehr leicht höher liegen:

Flug von Deutschland nach Japan und zurück: ca. 600 Euro

Pro Tag: Unterkunft: ca. 4.000 Yen Essen: ca. 1.500 Yen Nahverkehr, Eintrittskarten, etc.: ca. 1.500 Yen

Dazu müssen noch Ausgaben für einen JR-Paß (der die Nahverkehrskosten eventuell senkt) oder Fahrkarten für längere Entfernungen eingeplant werden, und natürlich für Einkäufe und Souvenirs!

Termin

Wer bei seiner Reise nicht bestimmte Veranstaltungen besuchen will, der hat die freie Auswahl, sollte aber manche Zeiten eher meiden. Klimatisch gesehen ist dies der Sommer: von der Starkregenzeit im Frühsommer über die (zumindest in Mittel- und Südjapan) erdrückende Hitze des Hochsommers bis zur Taifunsaison mit Höhepunkt im Spätsommer kann einem vieles den Spaß am Urlaub verderben. Besser geeignet sind Frühjahr und Herbst, aber auch der Winter, der in Japan abgesehen vom Norden und den Bergregionen überwiegend mild und trocken ist.

Ebenfalls meiden sollte man die Zeit um Neujahr, in der die Japaner traditionell ihre Verwandten besuchen, und viele Geschäfte (auch Bankautomaten!) und auch manche Sehenswürdigkeiten geschlossen sind. Ähnliches gilt für die „Golden Week“, eine Ansammlung von Feiertagen zwischen 29. April und 5. Mai, sowie das O-Bon-Fest Mitte Juli (Ostjapan) und Mitte August (Westjapan), die als Hauptferienzeit gelten. Zu diesen Zeiten ist mit Überfüllung und teilweise höheren Preisen bei Zügen, Flügen und Hotels zu rechnen.

Besonders sehenswert ist die Kirschblüte, die je nach Ort und Wetterlage unterschiedlich beginnt – in Tokyo normalerweise Ende März – und ca. 2 Wochen dauert.

Flug

Möglichkeiten, Flüge direkt und billig zu buchen, gibt es im Internet zuhauf, Reisebüros verlangen eine geringe Gebühr dafür. Man sollte auf jeden Fall frühzeitig buchen, mindestens drei Monate vor Reisebeginn, um günstige Angebote nutzen zu können. Eventuell sollte man dann eine Reiserücktrittsversicherung abschließen, die aber auch nur bei wirklich triftigen Gründen zahlt. Auch ist zu beachten, daß zwar bei Pauschalreisen der Veranstalter eine Versicherung abschließen muß, so daß man auch im Falle des Konkurses von Fluglinie oder Veranstalter wieder nach Hause kommt, man als Direktbucher jedoch keine solche Absicherung hat. Im schlimmsten Fall muß man auf eigene Kosten mit einem teuren Linienflug heimfliegen – auch hier gibt es inzwischen Zusatzversicherungen.

Gerade für Manga-Fans sehr wichtig: die Gewichtsbeschränkung des Fluggepäcks, die natürlich hauptsächlich beim Rückflug relevant ist. Bei Billigangeboten liegt sie, je nach Fluggesellschaft, meist um die 20 kg. Bei nicht ausgebuchten Flügen oder je nach Stimmungslage drücken die Angestellten am Abfertigungsschalter hier zwar manchmal beide Augen zu, doch darauf kann man sich nicht verlassen, und dann wird es richtig teuer: 50 Euro und mehr pro Kilo sind normal. Es kann sich also lohnen, einen etwas teureren Flug bei einer Fluggesellschaft mit höherer Gewichtsbeschränkung zu buchen – Reisebüros können hier bei der Auswahl helfen. Ein zusätzlicher Trick ist, möglichst viele schwere Gegenstände ins Handgepäck zu packen – Mangas sind dafür heiße Kandidaten. Zwar gibt es eigentlich auch hier ein Maximalgewicht, dieses wird jedoch nicht kontrolliert. Allzu sperrig darf die Tasche oder der Rucksack aber nicht sein, und gegenüber dem Fluglinienpersonal läßt man sich dessen Gewicht besser nicht anmerken.

Unterkunft

Hier kann man, wenn man keine allzu hohen Ansprüche hat, viel Geld sparen, indem man statt in einem großen Hotel in einem Ryokan oder Minshuku, einer Art Pension, übernachtet. Dabei muß man in kleinen, meist älteren und als Familienbetrieb geführten Unterkünften zwar oft mit Gemeinschaftsbad und -Toilette vorlieb nehmen, kann aber für 5000 Yen und weniger pro Tag übernachten. Noch etwas billiger sind Jugendherbergen (die eine Mitgliedschaft im internationalen Verband erfordern) und ähnliche Einrichtungen, wo man dann aber meist in Gemeinschaftsräumen schläft. Für japanisch eingerichtete Zimmer (washitsu) besteht oft die Möglichkeit, zusätzliche Futons auslegen zu lassen. So können auch 3 oder mehr Personen in einem Zimmer übernachten, wobei pro Person weniger bezahlt werden muß, jedoch insgesamt deutlich mehr als für ein Einzelzimmer.

Dank Internet sind inzwischen auch eine ganze Reihe kleiner Hotels, Ryokan und Minshuku direkt und in Englisch per WWW und E-Mail erreichbar, so daß man die Zimmer problemlos selbst buchen kann.

Herumkommen in Japan

Wunschzettel in Tempeln und Schreinen Bei U-Bahn und Nahverkehrszügen kauft man die Fahrkarte vorher, erhält sie beim Durchschreiten der Sperre zurück und muß sie am Ziel dazu erneut verwenden. Falls man das Ziel auf der Preistafel nicht findet, weil diese nur in Kanji vorhanden ist oder in einem anderen Netz liegt (s.u.) kann man die billigste Karte nehmen und am Ziel dann am „Fare Adjustment“-Automaten den Fehlbetrag nachzahlen. In Tokyo gibt es eine Kooperation zwischen U-Bahn und den regionalen Bahngesellschaften, nicht aber JR, so daß man mit einer Fahrkarte zwischen den Netzen wechseln kann. Dies ist aber etwas teurer als wenn man im gleichen Netz bleibt. In manchen U-Bahnhöfen in Tokyo muß man beim Wechsel zwischen verschiedenen Linien weite Strecken zurücklegen und verläßt dabei auch den Sperrenbereich. An speziellen, orange markierten Sperren erhält man dabei seine Fahrkarte zurück, so daß man keine neue braucht. Bei Bussen gibt es entweder einen Pauschalpreis pro Fahrt, oder man zieht beim Einsteigen eine Nummer. Beim Aussteigen zahlt man dann den auf einer Anzeigetafel zu dieser Nummer gehörigen Betrag.

Beim Fernverkehr hat man die Wahl zwischen Fernbussen und den Zügen der ehemaligen Staatsbahn JR. Glücklicherweise hat gerade die ein spezielles, hochinteressantes Angebot nur für Touristen: den JR Rail Pass. Dieser erlaubt es dem Inhaber, während der Geltungsdauer im Geltungsgebiet alle JR-Bahnlinien einschließlich der Shinkansen-Schnellzüge und mancher Bus- und Fährlinien ohne weitere Kosten zu benutzen. Ausgenommen sind lediglich Sonderzüge und der Nozomi, die schnellste der drei Shinkansen-Klassen auf der Hauptstrecke von Tokyo nach Süden. Bei Nachtzügen muß man den Expresszuschlag und das Abteil, nicht aber die Fahrt bezahlen.

Es gibt folgende Ausführungen des JR Rail Passes:

Varianten des JR Rail Passes

 
Name Gültigkeitsgebiet Gültigkeitsdauer
JR Pass Ganz Japan 7, 14 oder 21 Tage (zusammenhängend)
JR East Pass Nordöstliche Hälfte der Hauptinsel Honshu 5 oder 10 Tage (zush.) oder 4 beliebige Tage innerhalb eines Monats
Hokkaido Rail Pass Insel Hokkaido 3 oder 5 Tage (zusammenhängend)
Kyushu Rail Pass Insel Kyushu 5 Tage (zusammenhängend)
Kansai Area Pass Kansai-Gebiet, etwa von Kyoto bis Himeji 1, 2, 3 oder 4 Tage (zusammenhängend)
Sanyo Area Pass Sanyo-Gebiet, etwa von Osaka bis Hiroshima 4 oder 8 Tage (zusammenhängend)
 
Achtung: Die Gültigkeit der Pässe ist zusammenhängend. Man sollte sich also gut überlegen, ab wann man den Pass laufen läßt!

Diese Pässe unterscheiden sich neben Geltungsgebiet und -dauer natürlich im Preis, wobei es teilweise unterschiedliche Preisklassen für Erwachsene, Kinder und Jugendliche gibt, oder auch eine teurere Version für die 1. Klasse (Green Car).

Der JR Pass ist zwar nicht billig, doch wenn man etwas weiter herumkommen will, etwa ab zwei längeren Shinkansen-Fahrten, lohnt er sich auf jeden Fall. Zu beachten ist dabei, daß man den JR Pass nicht in Japan kaufen kann, sondern schon daheim einen Gutschein von einem Reisebüro erwerben muß. Diesen kann man dann in Japan bei einem JR-Schalter (es gibt schon am Tokyoter Flughafen einen) in den Paß umtauschen – erst dann wird auch festgelegt, wann die Geltungsdauer beginnt.

Desweiteren sollte man bei Shinkansen-Fahrten zuvor einen Platz reservieren, was mit dem JR Pass an den midori no madoguchi-Schaltern von JR kostenlos ist. Denn im Shinkansen gibt es nur wenige oder gar keine Waggons mit nicht reservierten Plätzen (jiyuuseki). Nachtzüge kosten zwar zusätzlich, sparen aber wertvolle Zeit und auch Hotelkosten. Eine anstrengendere (aber mit JR Pass gänzlich kostenlose) Alternative sind Nachtbusse.

Ein anderes JR-spezifisches Angebot ermöglicht sogar noch billigere Reisen: das Seishun 18 Ticket, das mit dem deutschen Wochenend-Ticket vergleichbar ist, also zu einem niedrigen Festpreis (2.300 Yen) an einem Tag beliebige Fahrten erlaubt, jedoch nur mit Nahverkehrszügen. Genauer gesagt: das Ticket gilt für normale (futsuudensha, kakuekiteisha) und Schnellzüge (kaisoku), nicht aber für Expresszüge (kyuukou, tokkyuu) und den Shinkansen. Anders als der Name vermuten läßt gibt es dabei keine Altersbeschränkung, auch wenn das Angebot ursprünglich an Schüler und Studenten gerichtet war. Deswegen ist es auch nur zu den Schulferienzeiten gültig, derzeit vom 1. März bis 10. April, vom 20. Juli bis 10. September sowie vom 10. Dezember bis 20. Januar. Verkauft werden die Tickets schon etwas vor dem Gültigkeitszeitraum, aber nicht ganz bis zu dessen Ende.

Außerdem ist beim Seishun 18 Ticket zwar eine Gruppennutzung sinnvoll, jedoch nicht wegen des Preises: man erwirbt nämlich immer 5 Abschnitte zusammen (für 11.500 Yen), von denen jeder einen Tag lang für eine Person gültig ist, nachdem er abgestempelt wurde. Übriggebliebene Abschnitte werden von den in der Nähe großer Bahnhöfe anzutreffenden inoffiziellen Ticketgeschäften gehandelt; hier kann man auch noch gegen Ende der Saison ein Seishun 18 Ticket erhalten, wenn offiziell keine mehr verkauft werden.

Letztendlich kann man so zwar sehr billig reisen, doch man braucht dafür Zeit – viel Zeit: eine Fahrt von Tokyo nach Osaka, für die der Shinkansen etwa zweieinhalb Stunden benötigt, kann mit Bummelbahn und mehrfachem Umsteigen leicht acht Stunden dauern! Wer sich eine Japanreise leistet, dem wird seine Zeit dort für so etwas wohl zu wertvoll sein, außer er will unbedingt Rucksacktourismus-Flair erleben. Denn sonderlich pittoresk sind die meisten japanischen Bahnstrecken leider auch nicht.

Geld

Obwohl in Japan Taschendiebe äußerst selten sind, wird kaum jemand sein ganzes Reisebudget in bar herumtragen wollen. Eine gegen Verlust und Diebstahl schützende Alternative sind Reiseschecks, die man im Heimatland schon auf Yen ausstellen lassen kann, gegen eine geringe Gebühr, in der Regel 1%. Anders als bei uns gibt es in Japan jedoch praktisch keine Geschäfte oder Restaurants, die Reiseschecks als Bezahlung annehmen, man muß sie also zuerst in Bargeld umtauschen. Dies ist bei den meisten Banken kostenlos, verursacht aber zusätzlichen Aufwand, meist muß man Formulare ausfüllen.

Kreditkarten sind in Japan als Bargeldersatz leider nur eingeschränkt geeignet. Zwar akzeptieren fast alle Hotels und Ryokans sowie viele Geschäfte Visa, Mastercard und American Express – aber eben nicht alle, und manche auch erst ab einem relativ hohen Einkaufswert. Noch schlimmer: fast alle Banken erlauben Bargeldauszahlung nur für in Japan ausgestellte Kreditkarten. Eine verbreitete Ausnahme bildet dabei die Citibank. Seit einiger Zeit gibt es jedoch einen großen Lichtblick: die japanische Postbank akzeptiert an ihren Geldautomaten Karten (auch ausländische) mit dem Maestro-Symbol – und das prangt auf den meisten deutschen ec-Karten, zudem sind auch noch die Barabhebegebühren niedriger als bei Kreditkarten.

Shopping

Kaum ein Fan wird Japan bereisen, ohne ausführlich einkaufen zu gehen. Anime ist bekanntlich als Neuware ausgesprochen teuer, doch dafür gibt es einen regen Gebrauchtmarkt, ebenso für Manga, Videospiele, CDs und sogar Pencilboards und sonstige Merchandise-Artikel.

Book-Off ist eine große Kette mit Filialen in ganz Japan, die hauptsächlich gebrauchte Bücher verkaufen, wobei Manga einen beachtlichen Teil des Angebots ausmachen. Doch auch Videospiele (inkl. Hardware), Musik-CDs und DVDs (viel davon Anime) erhält man hier teilweise sehr günstig.

Mandarake ist wohl die unter Fans bekannteste Ladenkette – zu Recht, denn nirgendwo ist das Angebot an gebrauchten Manga, Anime und allem, was dazugehört (Artbooks, Cels, Modelkits, etc.) vielfältiger. Legendär ist auch das Cosplay der Angestellten in der Filiale in Shibuya.

Wer hingegen Neuware sucht, ist in den Filialen von Animate gut aufgehoben – besonders Merchandise-Sammler können sich hier austoben. Cosplayer hingegen finden bei Cospa, einem kleinen Geschäft in Shibuya, alles was das Herz begehrt.

Solange man nicht zu exotische Titel sucht, kann man neue Manga in praktisch jedem Buchladen finden, und Anime werden in vielen Videotheken auch verkauft, z.B. bei der großen Kette Tsutaya. Natürlich gibt es auch viele weitere interessante Läden, im Internet finden sich diverse Einkaufsführer speziell für Animefans. Besonders konzentriert und daher einer besonderen Erwähnung würdig sind die Läden an zwei Orten in Tokyo und einem in Osaka:

Im Stadtteil Nakano befindet sich im Einkaufszentrum Nakano Broadway (hinter der „Sun Mall“) die Zentrale von Mandarake, die mit zahlreichen getrennten und spezialisierten Abteilungen und ergänzt durch eine Reihe anderer Geschäfte alles bietet, was das Fanherz begehrt. Insbesondere das Angebot an Cels und Doujinshi ist groß.

Akihabara ist seit Jahrzehnten das Mekka der Elektronik, ein Stadtviertel, in dem man wirklich alles kaufen kann, was mit Strom betrieben wird: Computer, Videokonsolen, Handys, MP3-Player – und meist früher als irgendwo anders. Doch auch eine Reihe von Anime- und Manga-Geschäften gibt es hier, klein und groß, mit neuer und gebrauchter Ware. Besonders reichhaltig ist das Angebot an Videospielen. Die Zahl der interessanten Läden ist zu groß, um sie einzeln aufzuzählen, sie sind jedoch entlang der Chuou-doori und in den Seitenstraßen so zahlreich und dicht gesät, daß man nicht lange suchen muß.

Während Akihabara weltweite Bekanntheit genießt, ist Osakas Äquivalent Den-Den Town noch fast ein Geheimtipp, obwohl das Angebot qualitätsmäßig (wenn auch vielleicht nicht von der Masse her) unter Kennern sogar als besser gilt.

Allgemein sollte man Einkaufstouren für das Ende der Reise einplanen und sich vorher zurückhalten, damit man nicht zu viel Gewicht quer durch Japan schleppen muß.

Sehenswürdigkeiten

Schlösser und Burgen - Japans Spezialität Für „normale“ Sehenswürdigkeiten gibt es Reiseführer – hier also nur die „Spezialitäten“. An erster Stelle steht wohl das Ghibli-Museum in Mitaka bei Tokyo, das ein wundervolles Erlebnis und exklusive Kurzfilme bietet, die nur dort gezeigt werden. Innerhalb des Gebäudes ist Fotografieren nicht erlaubt. Karten müssen im Voraus für einen bestimmten Besuchstermin gekauft werden, innerhalb Japans in Geschäften der Lawson-Kette. Für Touristen gibt es zwar einen Vertrieb über JTB, aber leider nicht in Deutschland, eventuell kommt man über die italienische oder französische Zweigstelle an Karten.

Fans des „Manga-Gottes“ TEZUKA Osamu dürfen sich einen Besuch im Tezuka-Museum in Takarazuka bei Osaka nicht entgehen lassen, allerdings sollte man nicht zu viel erwarten – das Museum ist recht klein. Das läßt einem immerhin Zeit, sich auch den unübersehbaren Monumentalbau der Takarazuka-Revue und die Fotos und Statuen der Darstellerinnen der Adaption von Lady Oscar anzusehen, mit Glück und guter Planung vielleicht sogar eine Vorstellung.

Der Comiket ist zwar eine Veranstaltung, aber auf jeden Fall sehenswert. Die zweimal im Jahr (Mitte August und um Neujahr) stattfindende Doujinshi-Verkaufsmesse zieht unglaubliche Menschenmassen an, darunter die größte Zahl an Cosplayern, die man je an einem Ort, nämlich der dafür vorgesehenen Terrasse, sehen wird. Der Eintritt ist frei, dafür gestaltet sich die Anreise aufgrund der Menge der Besucher strapaziös und langwierig, stundenlange Wartezeiten sind üblich.

Für Animefans von eher symbolischem Interesse ist der Tokyo Tower, doch auch der Ausblick über die Stadt ist nicht ohne, dafür muß man jedoch Schlange stehen und auch recht tief in die Tasche greifen. Eine (zumindest für Fans von CLAMPs X/1999) gleichwertige und kostenlose Alternative ist die Aussichtsplattform im Nordturm des Tokyoter Rathauses.

Sonstiges

Als Tourist aus einem EU-Land benötigt man in Japan kein Visum, bzw. man erhält bei der Einreise mit Reisepaß automatisch ein Touristenvisum, das für 90 Tage gültig ist und auf 180 Tage verlängert werden kann.

Die Zeitverschiebung gegenüber Deutschland beträgt 7 Stunden während der Sommerzeit, sonst 8 Stunden.

Das Stromnetz in Japan entspricht in Steckerform und Spannung (100V) nahezu dem in den USA.

Internetcafés gibt es reichlich, die meisten sind gleichzeitig auch Manga-Cafés.

Öffentliche Telefone gibt es von NTT in grüner, grauer und oranger Ausführung, wobei die neuen orangen andere Telefonkarten (IC card) benötigen als die älteren.
Die orangen und manche graue Telefone erlauben Auslandsgespräche, mit Anleitung dazu innerhalb der Zellen.

Deutsche Handys sind in Japan nutzlos, da dort nicht der GSM-Standard vorherrscht.

Trinkgeld ist in Japan generell unbekannt.

Lebensmittel sind vor allem in Supermärkten deutlich teurer als in Deutschland, in billigen Restaurants zahlt man hingegen kaum mehr als bei uns.

Viele Kleinigkeiten wie Schreibwaren, aber auch einige Lebensmittel, bekommt man am billigsten in den verbreiteten 100-Yen-Shops.

Die meisten Geschäfte haben Sonntags geöffnet.

Viele Sehenswürdigkeiten schließen relativ früh, Supermärkte ähnlich wie bei uns, Convenience Stores überhaupt nicht.

Auch die Bankfoyers mit den Geldautomaten sind nachts und an Feiertagen meist geschlossen.



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Links

Anime-Pauschalreisen:
www.jaltour.de/4.0.html
www.jasms.de/diverses/reise_2005/reise_2005.html (Link ist nicht mehr gültig)
 
Generelle Informationen:
www.jnto.de
www.tokyo-guide.de
www.infojapan.de/
http://de.travel.yahoo.com/g-asia-japan.html
www.stud.lmu.de/~johannes.borchart/Reisetips.htm (Link ist nicht mehr gültig)
www.japan-guide.com/
http://gojapan.about.com/
http://japanvisitor.com/
 
Reisebüros mit Japanbezug:
www.his-germany.de/
www.jaltour.de/
www.ltk-reisebuero.de/
www.fujitours.de/
 
Zug & Bus:
http://grace.hyperdia.com/cgi-english/hyperd01.cgi
http://ekitan.com/
http://transfer.www.infoseek.co.jp/
www.jorudan.co.jp/english/norikae/
www.japan-guide.com/e/e2356.html
www.japan-guide.com/e/e2366.html
 
Hotels, Ryokans, Minshoku:
www.e-stay.jp/
www.minshuku.jp/english/list.html
www.lgj-net.com (Link ist nicht mehr gültig)
www.jpinn.com/
www.ryokan.or.jp/index_en.html
www2.tocoo.jp/
http://japaneseguesthouses.com/
www.newkoyo.jp/
 
Jugendherbergsverbände:
www.jyh.or.jp/
www.jugendherberge.de/
 
Offizielle Stellen:
www.tokyo.diplo.de/
www.osaka-kobe.diplo.de/
www.botschaft-japan.de/
http://web-japan.org/region/
 
Einkaufsführer:
www.jasms.de/diverses/einkauf/e_japan.html
www.users.globalnet.co.uk/~yuna/Newshopguide04.htm (Link ist nicht mehr gültig)
www2.neweb.ne.jp/wd/anime/shop/shop.html (Link ist nicht mehr gültig)
http://tokyopia.com/tk/archives/000378.php
 
Geschäfte:
www.mandarake.co.jp/
www.animate.co.jp/
www.cospa.com/
www.bookoff.co.jp/
 
Sehenswürdigkeiten:
www.ghibli-museum.jp/
http://en.tezuka.co.jp/tomm/
http://kageki.hankyu.co.jp/english/
www.comiket.co.jp/
http://tokyotower.co.jp
 
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