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Surround Special – oder: Quo vadis DVD II |
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Vor ein paar Jahren hatten wir in der FUNime Nr. 9 ein Special zu dem damals noch recht jungen Medium DVD. Nun ist es Zeit für ein Update, wobei wir diesmal dem Thema Surround-Ton besondere Aufmerksamkeit schenken.
Doch die DVD ermöglicht ja nicht nur ein exzellentes Bild, sondern bietet auch über die Tonformate Dolby Digital und DTS die Möglichkeit, die Klangkulisse eines Kinos in die eigenen vier Wände zu holen. Da inzwischen auch immer mehr Anime-DVDs mit diesen erweiterten Möglichkeiten produziert werden, wird diese Angelegenheit auch für Animefans immer bedeutungsvoller, auch wenn einige dieser Fassungen nur auf neu abgemischten Dolby Surround Fassungen basieren und im Vergleich zu den Effektgewittern eines Gladiator oder Herr der Ringe auch ein relativ neuer Vampire Hunter D - Bloodlust reichlich alt aussieht. Doch was benötigt man für diesen Heimkinogenuß? Einigen Verkäufern und der Werbung zufolge nicht viel, denn man bekommt fast überall entsprechende Boxensets für einen Spottpreis hinterher geworfen, die all diese tollen Features beherrschen können. Und wenn man mit dem Klang nicht zufrieden ist, oder Anschlussprobleme hat, kann der Handel natürlich sofort mit einem tollen Surround-Receiver weiterhelfen, da die Schwachstelle dieser Billigsets „natürlich“ die schwache Elektronik ist. Und sollte das nicht ausreichen, kann man natürlich immer noch mit besseren Kabeln den Klang „deutlich verbessern“... Und schon hat der normale Kunde Bekanntschaft mit den Auswüchsen der heutigen HiFi-Industrie gemacht, für die es kein Problem ist, mal eben physikalische Gegebenheiten außer Kraft zu setzen, oder die mittels „allerneuester“ Erkenntnisse eine absolute Klangsensation versprechen. Gehen wir die Sache doch mal ein wenig nüchterner an: An welchen Angaben kann man einen guten Lautsprecher, oder einen guten Surround-Verstärker erkennen? Die wenig ermutigende Antwort darauf lautet: gar nicht! Das fängt schon mit der Angabe der Leistung eines Lautsprechers an, die erstaunlicherweise in Watt angegeben wird. Was vielen nicht bewusst ist: diese Angabe hat nichts mit der Lautstärke und schon gar nichts mit der Klangqualität eines Lautsprechers zu tun, sondern gibt schlicht und einfach nur die elektrische Leistung an, die einem Lautsprecher zugeführt werden kann, ohne ihn zu zerstören. Und selbst billigste Lautsprecher können hier teilweise mit Angaben von über 100 Watt protzen, und nur die Angabe „PMPO“ weist darauf hin, dass er diese Leistung theoretisch nur für eine Millisekunde aushalten sollte, bevor oder sogar während er ausbrennt... Ein etwas besseres Merkmal ist der Übertragungsbereich, bei dem Lautsprecher sich gerne mit Angaben wie „15-35.000 Hz“ schmücken. Tatsächlich fehlt hier nur eine kleine Angabe um eine gewisse Grundaussage über einen Lautsprecher treffen zu können: „57-22.000 Hz +/-2dB“. Während die erste Angabe lediglich angibt, in welchem Bereich ein Lautsprecher überhaupt eine Reaktion von sich gibt, gibt die zweite den Frequenzbereich an, in dem ein Lautsprecher annähernd linear, also ohne eigene Verfärbungen arbeitet. Doch eigentlich interessieren die meisten diese technischen Details gar nicht. Wenden wir uns daher mal einer pragmatischeren Sichtweise der Dinge zu und konzentrieren uns auf einige grundlegende Aussagen: In den letzten 20 Jahren hat es im gesamten HiFi-Bereich in Bezug auf Lautsprecher keine echten Revolutionen gegeben, sondern Verbesserungen erfolgten im allgemeinen nur langsam, schrittweise. Zunächst sensationell erscheinende neue Ideen zeigten relativ schnell auch entsprechende Schwächen. Bei Verstärkern gab es zwar etwas größere Verschiebungen, doch diese hatten auch eher mit der Verbindung zu anderen Geräten oder kostengünstigeren Produktionsmethoden zu tun. Einige alte Regeln, wie dass die Größe eines Lautsprechers etwas damit zu tun hat, wie gut er tiefste Frequenzen wiedergeben kann, sind auch heute noch gültig. Und auch der „Hörbereich“ von etwa 20-20.000 Hz, den ein Mensch wahrnehmen kann, gilt weiterhin. Warum werden jetzt also vor allem Boxsets mit Mini-Lautsprechern angeboten, die teilweise auch noch von mehr oder minder bekannten Marken stammen?
Bei tiefen und mittleren Bässen, also Frequenzen unter 80-200 Hz, kann der Mensch sowieso nicht bestimmen aus welcher Richtung diese Geräusche eigentlich kommen, deswegen müssen diese Töne auch nicht von allen Boxen im Raum übertragen werden - diese Frequenzen übernimmt dafür ein sogenannter Subwoofer. Auch für Geräusche, die hinter oder neben dem Zuschauer entstehen, ist es eigentlich nicht nötig alle Frequenzen sauber wieder zu geben, da die Form der menschlichen Ohren und Reflektionen der umgebenden Wände diese Geräusche sowieso relativ stark verfälschen. Diese Erkenntnisse flossen auch schon vor Jahren in das sogenannte Dolby Prologic-Konzept ein, mit dem man versuchte aus einfachen Stereo-Signalen einen „Raumklang“ zu erzeugen. Ein weiterer Speziallautsprecher ergab sich aus der Tatsache, dass ein Verstärker vor allem mit den tiefen Frequenzen, also den Bässen zu kämpfen hat, in denen wesentlich mehr Energie steckt, als in Tönen höherer Frequenz. Da der Mensch bei diesen tiefsten Tönen aber noch nicht einmal die Richtung orten kann, aus der sie kommen, bot es sich an einen verhältnismäßig kleinen Speziallautsprecher zu bauen, der sich nur um diese tiefen Töne kümmert und irgendwo im Raum versteckt wird: der Subwoofer war geboren. Auf diesen Grundlagen wurden schließlich „Dolby Digital 5.1“ und „DTS“ entwickelt, die für jeden dieser 5+1 Lautsprecher ein eigenes Signal vorsahen, das jedoch komprimiert werden musste, damit auf dem Datenträger auch noch genügend Platz für die Bildinformationen blieb. Da man jedoch inzwischen wusste, dass diese Speziallautsprecher auch einige Probleme mit sich bringen konnten, sah man für die 5 normalen Lautsprecher trotzdem jeweils den kompletten Übertragungsbereich von 20-20.000 Hz vor (damit ein Porsche, der um den Zuschauer herum fährt, sich nicht an einigen Stellen wie ein VW Käfer anhört). Im Bedarfsfall kann der entsprechende Verstärker ja einfach die tieferen Frequenzen an den Subwoofer geben und damit die Center- und Surround-Lautsprecher akustisch „vergrößern“. Doch für die Boxenhersteller ergab sich dadurch nun folgendes Problem: Die fünf Hauptlautsprecher sollten ungefähr gleich klingen, nur bei den tieferen Frequenzen sollte der Subwoofer helfen. Gleichzeitig sollten die Lautsprecher aber möglichst wenig kosten. Also bot es sich an, die beiden Hauptlautsprecher wie auch den Centerspeaker und die beiden Surroundboxen abzuspecken und stattdessen 5 Lautsprecher in Serie zu produzieren. Da diese nicht mehr für die tiefen Töne zuständig sein müssen, können sie auch ruhig etwas kleiner sein, was zum einen Kosten spart und zum anderen die Probleme der Aufstellung deutlich reduziert. Wenn es vor allem darum geht, Effekte aus der richtigen Position ertönen zu lassen funktioniert dieser Ansatz auch sehr gut, was sich mit den zahlreichen preiswerten Sets zeigen lässt, die für den Einsatz am Computer ausgelegt sind. Schwieriger wird es jedoch, wenn man zum Beispiel für Musik ein ausgewogenes Klangbild erreichen will. Dann können schon kleinere Lautstärkeunterschiede einzelner Frequenzen unangenehm ins Gewicht fallen. Um diese Probleme zu minimieren, müssen die Satelliten-Lautsprecher wesentlich aufwendiger konzipiert werden und diese kleinen Lautsprecher können sehr schnell teuer werden, sogar deutlich teurer als größere Lautsprecher mit gleichen Eigenschaften. Im Vergleich dazu ist die Unterstützung unterschiedlicher Tonformate einfach, da entsprechende Chips sehr billig in großen Stückzahlen eingekauft werden können. Dementsprechend bietet es sich geradezu an, für den Massenmarkt derartige Sets möglichst billig anzubieten, die auch noch gerne als Schnäppchen vermarktet werden, indem man eine möglichst hohe unverbindliche Preisempfehlung dazu schreibt, obwohl diese Sets nie zu diesen „Märchenpreisen“ gehandelt wurden. Dabei wird auch gerne mal der Verstärker wegrationalisiert und die Verstärkung dem Subwoofer aufgehalst. In größeren Räumen kommen jedoch noch zahlreiche weitere Probleme hinzu. So löschen sich die Frequenzen verschiedener Lautsprecher an bestimmten Stellen im Raum gegenseitig aus und da das Gehör auch Laufzeitunterschiede von Geräuschen einkalkuliert, müssen die unterschiedlichen Entfernungen der einzelnen Lautsprecher einberechnet werden, damit die Töne eines Ereignisses gleichzeitig und mit korrekten Lautstärken die Hörposition treffen. Diese Dinge können praktisch schon von allen Surround-Verstärkern der Einsteiger-Klasse (um 200 Euro) korrekt berücksichtigt werden, wobei sich die Geräte verschiedener Hersteller meist nur um Nuancen unterscheiden, da auch hier die meisten Funktionen von Standardchips gesteuert werden. Bei der Verstärkerleistung wird jedoch auch hier gerne ein wenig hoch gestapelt. So ist im Normalfall ein Verstärker mit 5x80 Watt gar nicht in der Lage, die theoretische Gesamtleistung von theoretisch 400 Watt überhaupt abzugeben, da derartige Modelle meist mit Netzteilen ausgestattet sind, die bestenfalls 240 Watt bewältigen können, wovon ein guter Teil der Leistung auch noch in Wärme umgewandelt wird. Meist sind die einzelnen Ausgänge noch nicht einmal in der Lage, mehr als 30 Watt dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Doch mehr ist im allgemeinen auch gar nicht nötig, um kleinere Räume (< 25 qm) zu beschallen. Die Lautstärke, die ein Lautsprecher bei einer angelegten Spannung erzeugt, ist zwar von Lautsprecher zu Lautsprecher unterschiedlich (wobei nicht zuletzt die Größe des Lautsprechers bzw. dessen Volumen einen bedeutenden Einfluß hat), liegt jedoch bei vielen Boxen bei deutlich mehr als 80 dB pro Watt in einem Abstand von einem Meter. Daran kann man schon sehen, dass ein Verstärker im Normalbetrieb (Zimmerlautstärke) tatsächlich nur wenige Watt Leistung benötigt. Die echten Anforderungen an einen Verstärker kommen eher dadurch zustande, dass ein Lautsprecher keineswegs ein passives Bauteil ist, sondern vor allem auf Änderungen der angelegten Signale mehr oder weniger unterschiedlich reagiert. Doch die Probleme des Verstärkers sind relativ unbedeutend im Vergleich zu den Anforderungen, mit denen ein Lautsprecher zu kämpfen hat. Ein idealer Lautsprecher wäre eine punktförmige Schallquelle, die auf ein angelegtes Signal einer bestimmten Frequenz ein Schallsignal der gleichen Frequenz abstrahlt - doch davon ist jeder Lautsprecher weit entfernt. In Wirklichkeit gibt es Probleme mit dem Ein- und Ausschwingverhalten; jeder Lautsprecher hat eigentlich eine Frequenz, bei der er bevorzugt schwingt (seine Resonanzfrequenz) und Töne werden je nach ihrer Frequenz mehr oder weniger konzentriert in unterschiedliche Richtungen ausgestrahlt. Um dieser Probleme Herr zu werden, packt man normalerweise mehrere verschiedene Chassis (die Einheit von Membrane und Schwingspule) in ein Gehäuse, das als Resonanzverstärker dient und steuert diese frequenzabhängig an - das ist der typische Zwei- oder Dreiwege-Lautsprecher. Dennoch ist jeder Lautsprecher ein mehr oder weniger großes Sammelsurium von Kompromissen. Und dazu kommt noch ein weiteres Problem, das gerne vernachlässigt wird: Jeder Lautsprecher reagiert mit dem Raum in dem er steht. Ein Raum mit blanken Wänden und wenig Möbeln kann große Probleme mit dem auftretenden Hall haben, während viele Möbel, Vorhänge und Teppiche gerne dafür sorgen, dass hohe Frequenzen regelrecht verschluckt werden. Zusätzlich kann jeder Gegenstand im Raum Schwingungen brechen, auslöschen oder sogar verstärken.
Wer also bereits Stereoboxen hat, mit denen er zufrieden ist, für den gibt es keinen vernünftigen Grund diese ersetzen zu müssen. Vielleicht gibt es zu diesen Lautsprechern schon einen Centerspeaker, dann bräuchte man nur noch zusätzlich zwei Surround-Boxen und einen Surround-Verstärker und schon hätte man eine 5.0-Anlage, die mühelos jedes beliebige 5.1-Boxset zum gleichen Preis an die Wand spielt. Sollte es keinen passenden Center geben, kann man entweder versuchen einen möglichst ähnlich klingenden Center zu finden, oder man kann überlegen, ob eine dritte derartige Box vielleicht unter- oder oberhalb des Fernsehers platziert werden kann. Vor allem wenn man sich für die neuen Surround Musik-Formate wie SACD interessiert, bietet sich eine Kombination von 5 gleichartigen Boxen geradezu an. Sollte dies alles nichts nützen, kann man auch überlegen die alten Boxen als Surround-Lautsprecher zu verwenden und sie um zwei neue Frontboxen mit passendem Center zu ergänzen. Während Unterschiede zwischen Surround- und Front-Lautsprechern nicht wesentlich ins Gewicht fallen, sollten Front-Boxen und Center gut zueinander passen, da ansonsten jedes Fahrzeug, das von einer Seite zur anderen fährt, erheblich irritieren kann. Einen guten Stereoverstärker sollte man auch nicht ohne gründliches Nachdenken verscherbeln, da die meisten Surround-Verstärker im Stereo-Bereich mehr oder weniger große Schwächen aufweisen, während selbst Einsteiger-Geräte für Dolby Digital 5.1 und DTS ausreichende Kapazitäten haben, wenn man nicht unbedingt riesige Räume damit beschallen will. Wer hingegen klanglich bislang mit dem Fernseher oder einer Kompaktanlage vorlieb nehmen musste, der sollte sich fragen, wofür er die neue Anlage alles verwenden möchte. Wenn damit auch Musik gehört werden soll, sollte man die eigenen Überlegungen lieber in Richtung Standboxen oder gute Regallautsprecher lenken, während Satelliten/Subwoofer-Sets eher in Frage kommen, wenn man fast ausschließlich Filme sehen möchte, da es beim Übergang von den Satelliten zum Subwoofer fast immer mehr oder minder große Probleme gibt, die sich vor allem beim Musik hören unangenehm bemerkbar machen. Auf jeden Fall sollte man den Boxen mehr Aufmerksamkeit widmen als dem Verstärker, auch wenn viele Verkäufer versuchen einen vom Gegenteil zu überzeugen - die Gewinnspannen sind im Verstärkerbereich nämlich normalerweise größer als bei Lautsprechern. Die Unterschiede im Lautsprecherbereich sind tatsächlich erheblich größer als bei den Verstärkern. Es gibt auch keine richtigen oder falschen Lautsprecher. Es gibt nur Lautsprecher, die dem eigenen Geschmack mehr zusagen als andere. Dabei ist Probehören in den eigenen vier Wänden kaum zu ersetzen, da Lautsprecher die im Laden agil und spritzig klingen, zuhause plötzlich nur dumpf dahinmurmeln können. Während dabei die meisten Kaufhäuser und angeblich billige Großmärkte häufig leider nicht mitmachen, lassen sich Fachhändler auf solche Serviceleistungen bei echtem Kaufinteresse durchaus ein, allerdings ist es nicht besonders fein, wenn man zwar die Dienste eines derartigen Händlers nutzt, dann jedoch die entsprechenden Lautsprecher beim billigsten Anbieter kauft. Darüberhinaus gibt es noch Internethändler wie www.teufel.de oder www.nubert.de, die Kunden ein 4-8 Wochen langes Umtauschrecht einräumen, in dem man Lautsprecher ausgiebig probehören und bei nichtgefallen wirklich problemlos umtauschen kann. Man sollte sich dabei jedoch bewusst sein, dass eine derartige Suche gerne zu wesentlich teureren Lösungen führt, als zunächst geplant, doch wer billig kauft, kauft häufig doppelt. Dabei ist es durchaus sinnvoll, sich aus Kostengründen zunächst nur ein paar gute Stereolautsprecher zu kaufen und das Set nach und nach zu erweitern und der Versuchung zu wiederstehen, einfach mal schnell ein billiges Surround-Set zu holen. Wie bereits erwähnt, kommt für optimalen Klang auch der richtigen Aufstellung der Lautsprecher einige Bedeutung zu. Vor allem basspotente Standlautsprecher sollten besser nicht da stehen, wo man sie gerne platziert: in den Ecken. Dort führen Reflektionen an den Wänden nämlich zu Verstärkungen der tiefen Frequenzen, was sich zu einem unangenehmen Dröhnen steigern kann. Generell sollten größere Boxen immer einen gewissen Abstand zu den Wänden haben - ab etwa einem halben Meter ist man auf der sicheren Seite. Doch auch Regallautsprecher können davon profitieren, wenn man sie nicht in einem Regal versteckt, sondern mit passenden Ständern frei im Raum platziert.
Daher kann man in vielen Fällen den Subwoofer nicht einfach dezent in einer Ecke unterbringen, sondern man muß ein wenig mit seiner Aufstellung experimentieren. In schwierigen Fällen kann es auch helfen den Subwoofer am Hörplatz aufzustellen und dann im Raum umher zu gehen. Dort wo man den Subwoofer verzerrungsfrei hören kann, wäre ein geeigneter Platz für ihn. Auch das Einpegeln des Subwoofers nimmt gerne soviel Zeit in Anspruch, wie für alle anderen Lautsprecher zusammen genommen, bis er die anderen Lautsprecher zwar unterstützt, sich aber nicht unangenehm in den Vordergrund drängelt. Im Heimkino ist er dennoch eine sinnvolle Ergänzung, da erst seine Effekte rasanten Actionszenen den letzten Schliff verpassen. Bei den Verstärkern sollte man sich hingegen nur von den ganzen Slim-Line Verstärkern fernhalten. Diese sind zwar leichter unterzubringen, doch es fehlt ihnen ganz einfach die Kraft ein vernünftiges Boxenset wirklich anzutreiben. Ansonsten reichen auch kostengünstige Geräte für ein Heimkino in einem nicht allzu großen Raum (kleiner als 25 qm), im Stereobereich müssen sie jedoch einige Kompromisse machen. Ab 400 Euro findet man dann auch immer mehr Geräte, die für 6.1-Sound ausgelegt sind. Geräte über der 700 Euro Preisklasse können sich dann auch so langsam im Stereo-Bereich mit durchschnittlichen Stereoverstärkern messen. Außerdem kommen ab dieser Größe so langsam automatische Einmeßsysteme ins Spiel. Jenseits der 1000 Euro kommen dann noch 7.1 Unterstützung und immer ausgefeiltere Videosektionen zum Zuge.
Mit diesen Grundlagen sollte jeder in der Lage sein, eine für sich halbwegs passende Surround-Lösung zu finden, bei der man sich nicht innerhalb eines Jahres schon wieder auf die Suche nach einer noch besseren Anlage macht. Dabei kommt man auch recht schnell in einen Bereich, in dem ein gewöhnliches Kino einfach nicht mehr mithalten kann. Und sogar Filme ohne eine spezielle Surround-Abmischung können nicht zuletzt dank einer deutlich verbesserten Sprachverständlichkeit und einer besseren Ortbarkeit profitieren.
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