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R-Type Final – Thanks for SHOOTING! |
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Genau, das ist R-Type, Geburtsdatum 1987. R-Type Final ist die neueste Auflage (2003) dieses Ballerspielklassikers von Irem für die Playstation 2. Die alten Traditionen werden gepflegt, so daß sich Fans sofort zu Hause fühlen: Es gibt drei verschiedene Raumschiffe zur Auswahl (wie in Super R-Type), jedes hat eine andere Force (das R-Type-Markenzeichen: der an- und abdockbare Begleit-Satellit), eine andere Wave-Cannon (der große aufladbare Beam-Laser) und Extrawaffen (auch wie immer: drei verschiedene in drei Ausbaustufen). Dazu gibt es die obligatorischen zwei Bits (Beiboote oben und unten) und Homing-Missiles bzw. Bomben (diesmal teilweise in mehreren Stufen ausbaubar). Speed-Ups gibt es nicht mehr, dafür kann die Geschwindigkeit des Raumschiffes beliebig in vier Stufen verstellt werden. Die Möglichkeit des Abbremsens erweist sich bei diffizilen Präzisionsmanövern als sehr praktisch.
Apropos Gegner: Die gibt es in vielen Varianten, teilweise als Maschinen, teilweise als glibberige Alien-Mutationen oder Mischwesen. Am Ende jeden Levels taucht ein besonders großer Boss auf. Auch hier sind viele alte Bekannte dabei: der erste und zweite Endgegner aus R-Type sind genauso zu finden wie das obligatorische Riesenraumschiff, um das man herumfliegt und es dabei Stück für Stück in seine Einzelteile zerlegt. R-Type-typisch ist das Spiel kein Zuckerschlecken: Meist kommt man nur durch Auswendiglernen der Feindformationen weiter, spontane Reflexe sind weniger zielführend. Das war bei früheren R-Types schon so und hat sich nicht geändert. Immerhin gibt es fünf verschiedene Schwierigkeitsstufen (von Baby bis R-Typer), so daß man ohne allzugroßen Frust üben kann. Mit steigender Spielzeit bekommt man immer mehr Continues, so daß man, genügend Ausdauer vorausgesetzt, alle Stellen meistern kann.
Bis hier ein normales, technisch gut gemachtes (na ja, manchmal wird das Gameplay durchaus etwas langsamer) Ballerspiel, das aufgrund der Nähe zu den Vorgängern sofort Fans finden wird. Doch nun folgt das Sahnehäubchen: wahnsinnige japanische Spieledesigner! Wer R-Type Final ein wenig gespielt hat, wird feststellen, daß da doch etwas mehr ist als bei seinen Vorgängern: Es lassen sich nämlich weitere Raumschiffe freispielen (die freigespielten Raumschiffe lassen sich auf Memorycard speichern, nach einem Neustart fängt man aber immer wieder in Level 1 an). Diese Schiffe (insgesamt 101 an der Zahl) haben jeweils ein eigenes Design: Hier tauchen die Flieger aus den weniger bekannten Spielen R-Type Leo und R-Type Delta (Force mit Ankerkette!) genauso auf wie komplett neue Designs (z.B. Aufklärungsflieger) und Bydo-Schiffe. Mit den anderen Designs kommt auch meist eine andere Bewaffnung: Insgesamt gibt es 84 Wave-Cannons, 53 Forces, 12 verschiedene Bits und 10 verschiedene Raketentypen. Das Freispielen aller Schiffe (manche erscheinen nach einer bestimmen Spielzeit, manchmal muß man einen bestimmten Level durchgespielt haben oder eine bestimmte Flugzeit mit einem anderen Flieger erreichen) motiviert ungemein - und es dauert.
Eine ungewöhnliche Sache ist der „AI-Mode“: Hier wählt man sich ein Raumschiff aus, stellt einige Parameter wie Schußfreudigkeit und Force-Verhalten ein und läßt es computergesteuert (man kann nur zugucken!) gegen andere Raumschiffe antreten - entweder gegen den Computer oder gegen gespeicherte AI-Profile. Per Memorycard oder abgetipptem Paßwort kann man gegen die Einstellungen eines Kumpels spielen, eine Art Zwei-Spieler-Modus zum Zugucken. Ziel des AI-Modus ist es, in mehreren unterschiedlich schwierigen Ligen den Sieg zu erringen. Im „Score-Attack“-Modus kann man gezielt bereits besuchte Level spielen und üben, ohne sich lange bis dorthin vorkämpfen zu müssen. Weiterhin bietet das Spiel mit dem „R’s Museum“ eine Möglichkeit, sich alle bereits freigespielten Schiffe und deren Bewaffnung anzeigen zu lassen. Außerdem gibt es eine Bildergalerie (die man sich nach und nach freispielt), umfangreiche Statistiken über Punktzahlen, Flugzeiten und dergleichen sowie das „Bydo Lab“, in dem die bereits bekannten Gegner dargestellt und analysiert werden. Im „R’s Operation Manual“ wird in mehreren animierten Sequenzen die Bedienung des Raumschiffes erklärt.
Das Spiel bietet zwar keinen Mehrspielermodus, aber man kann einen R-Type-Marathon ausrufen, mit dem man auch fünf Leute eine ganze Nacht beschäftigen kann: wer keine Lust mehr hat, reicht das Joypad weiter. Während einer spielt, kann der Rest was zu Essen machen. So bekommt man die nötige Spiel- und Flugzeit zusammen, um auch wirklich alle Raumschiffe freizuspielen. R-Type Final ist bisher in Japan, Korea und Amerika veröffentlicht worden. Aufgrund des günstigen Preises (derzeit ca. 25 Euro bei DVDBoxOffice.com) und der in englisch gehaltenen Texte bietet sich der Bezug des Amerika-Releases an - eine amerikanische Playstation 2 vorausgesetzt. Zur deutschen PAL-Version läßt sich derzeit noch nichts sagen, aber die inhaltlichen Unterschiede zwischen den Versionen sind minimal: so hat z.B. die amerikanische Version einen anderen Abspannsong als die japanische, außerdem wurden einige Paßwörter und Cheatcodes leicht variiert.
Cheaten? Pfui Spinne! Und wenn man an einer Stelle festhängt? Keine Panik: einfach nochmal versuchen. Taktik wechseln. Raumschiff wechseln. Spieler wechseln. Es geht schon. Es dauert nur. Für Freunde von Ballerspielen und R-Type-Fans im besonderen ist dieses Spiel ein Muß.
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