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Neon Genesis Evangelion – Platinum Vol. 2 & 3 |
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In der ersten Folge der zweiten DVD können wir erstmals Shinji und Rei gemeinsam in Aktion erleben und nach einer Füllfolge, die allerdings einiges über die Organisation NERV verrät, treffen wir auch endlich auf das Second Child, Asuka, die mit ihrer temperamentvollen Art den stillen Shinji, aber auch seine Freunde, an den Rand des Wahnsinns treibt. Erst recht als sie von einem Engel angegriffen werden und sie endlich mal die Gelegenheit hat dem „Neuling“ zu zeigen, wie man wirklich einen Engel bekämpft... Ihr Auftritt wurde sehnsüchtig erwartet, denn damit beginnt die Actionphase der Serie, in der zum einen der Comedyfaktor etwas höher gehalten wird und zum anderen in jeder Folge ein neuer Engel auf jeweils andere Art bekämpft werden muß. Doch auch Asukas deutsche Synchronisation wurde mit Spannung erwartet, da sie im Original ja aus Deutschland kommt, was in der japanischen und vor allem in der englischen Synchronfassung ausgiebig ausgekostet wurde. In der deutschen Fassung verzichtete man jedoch auf komplizierte Manöver mit Dialekten oder ähnlichem, sondern erwähnt ihre Herkunft nur am Rande. Nach ihrem furiosen Einstieg geht es in Episode 9 ähnlich weiter, denn Asuka und Shinji müssen gegen einen Engel kämpfen, der sich teilen kann. Die einzige Hoffnung: ein synchroner Angriff beider EVAs, was ein kompliziertes Training für die beiden bedeutet. In Episode 10 muß Asuka dann in die Magmamassen eines Vulkans hineintauchen, um einen neuen Engel zu bekämpfen.
Die Bildqualität ist wie schon bei der ersten DVD erstklassig. Und auch die drei Dolby-Digital-5.1-Fassungen tun ihr möglichstes, mit dem Bild mitzuhalten. Asukas Sprecherin spricht zwar ganz normales Hochdeutsch, dafür gelingt es ihr aber auch Asukas zynische Seiten sehr gut herüberzubringen. Wenn man der Sprecherin einen Vorwurf machen wollte, wäre es ihr Alter, denn sie wirkt von der Stimme her genauso alt wie Misato oder Kaji, doch dies ist eigentlich ein Vorwurf, der auch bei der japanischen und englischen Fassung gelten würde. Wie bei Full Metal Panic wird auch hier die Übersetzung immer freier und die Charaktere können immer besser zur Geltung gebracht werden. Allerdings blieb man auch weiterhin bei der sehr unorthodoxen Aussprache japanischer Namen. So wird Asuka mit einer Betonung auf dem u ausgesprochen... Wie schon auf der ersten DVD wird auch hier der Surround-Sound recht gekonnt, wenn auch etwas zurückhaltend in Szene gesetzt. Eine Ausnahme ist Reis Monolog aus Episode 14. So arbeitet die japanische Fassung dort bevorzugt mit einem mehr oder minder starken Halleffekt, in der englischen Version wird auch gerne mal die Stimme verzerrt, während die deutsche Fassung Reis Stimme immer wieder aus unterschiedlichen Richtungen ertönen läßt. Die deutschen Untertitel halten sich auch weiterhin sehr eng an die deutsche Synchronfassung, weshalb sie von Folge zu Folge immer schlechter zur Untermalung des englischen oder japanischen Tons geeignet sind. An Extras gibt es auch hier wieder bei jeder DVD ein kleines Beiheft.
Alles in allem eine recht beeindruckende Fassung dieses Klassikers, bei dem sich aber neben viel Licht leider auch hier und da immer wieder Schatten finden läßt. Wie bei Full Metal Panic oder
Final Fantasy Unlimited
kann man auch hier im Handel drastische Abweichungen zur unverbindlichen Preisempfehlung finden.
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