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Neon Genesis Evangelion – Platinum Vol. 2 & 3

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Autor: Karsten Schubert
Review erschienen in: FUNime Nr. 42, Juni 2005

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DVD-Cover Auch von Neon Genesis Evangelion sind zwei weitere DVDs erschienen. Dabei hat die zweite DVD fünf und die dritte vier Episoden zu bieten, womit wir bereits die Halbzeit der Serie erreicht haben, da die restlichen vier DVDs lediglich drei Episoden pro DVD enthalten werden, dafür aber auch ein paar Extras mehr zu bieten haben. So werden zum Beispiel die letzten beiden DVDs zahlreiche Folgen sowohl in der ursprünglichen TV-Version enthalten als auch als im leicht erweiterten Director’s Cut, mit einigen zusätzlichen Szenen aus dem ersten Kinofilm.

In der ersten Folge der zweiten DVD können wir erstmals Shinji und Rei gemeinsam in Aktion erleben und nach einer Füllfolge, die allerdings einiges über die Organisation NERV verrät, treffen wir auch endlich auf das Second Child, Asuka, die mit ihrer temperamentvollen Art den stillen Shinji, aber auch seine Freunde, an den Rand des Wahnsinns treibt. Erst recht als sie von einem Engel angegriffen werden und sie endlich mal die Gelegenheit hat dem „Neuling“ zu zeigen, wie man wirklich einen Engel bekämpft...

Ihr Auftritt wurde sehnsüchtig erwartet, denn damit beginnt die Actionphase der Serie, in der zum einen der Comedyfaktor etwas höher gehalten wird und zum anderen in jeder Folge ein neuer Engel auf jeweils andere Art bekämpft werden muß. Doch auch Asukas deutsche Synchronisation wurde mit Spannung erwartet, da sie im Original ja aus Deutschland kommt, was in der japanischen und vor allem in der englischen Synchronfassung ausgiebig ausgekostet wurde. In der deutschen Fassung verzichtete man jedoch auf komplizierte Manöver mit Dialekten oder ähnlichem, sondern erwähnt ihre Herkunft nur am Rande. Nach ihrem furiosen Einstieg geht es in Episode 9 ähnlich weiter, denn Asuka und Shinji müssen gegen einen Engel kämpfen, der sich teilen kann. Die einzige Hoffnung: ein synchroner Angriff beider EVAs, was ein kompliziertes Training für die beiden bedeutet. In Episode 10 muß Asuka dann in die Magmamassen eines Vulkans hineintauchen, um einen neuen Engel zu bekämpfen.

DVD-Cover Die dritte DVD beginnt mit einem Stromausfall und Asuka, Rei und Shinji müssen versuchen, durch eine vollkommen stillgelegte Geofront zu ihren EVAs zu gelangen, um anschließend erstmals als Dreierteam gegen einen Engel anzutreten. Meiner Meinung nach eine der besten Folgen der ganzen Serie. In Folge 12 kommt hingegen alles Gute von oben, aber nur wenn es kein Engel ist. Ganz Tokyo 3 wird evakuiert und nur die drei EVA-Piloten haben den Hauch einer Chance, gegen den Angreifer aus dem All zu bestehen. In Folge 13 gelang es einem Engel, in NERV einzudringen, und er droht, die Computer zu übernehmen. Damit hängt alles von Ritsuko ab. Folge 14 besteht zunächst aus einem reinen Rückblick auf die bisherigen Folgen. Eine der wichtigsten und stimmungsvollsten Szenen ist jedoch Reis Monolog, dessen wahre Bedeutung man erst nach und nach versteht.

Die Bildqualität ist wie schon bei der ersten DVD erstklassig. Und auch die drei Dolby-Digital-5.1-Fassungen tun ihr möglichstes, mit dem Bild mitzuhalten. Asukas Sprecherin spricht zwar ganz normales Hochdeutsch, dafür gelingt es ihr aber auch Asukas zynische Seiten sehr gut herüberzubringen. Wenn man der Sprecherin einen Vorwurf machen wollte, wäre es ihr Alter, denn sie wirkt von der Stimme her genauso alt wie Misato oder Kaji, doch dies ist eigentlich ein Vorwurf, der auch bei der japanischen und englischen Fassung gelten würde. Wie bei Full Metal Panic wird auch hier die Übersetzung immer freier und die Charaktere können immer besser zur Geltung gebracht werden. Allerdings blieb man auch weiterhin bei der sehr unorthodoxen Aussprache japanischer Namen. So wird Asuka mit einer Betonung auf dem u ausgesprochen...

Wie schon auf der ersten DVD wird auch hier der Surround-Sound recht gekonnt, wenn auch etwas zurückhaltend in Szene gesetzt. Eine Ausnahme ist Reis Monolog aus Episode 14. So arbeitet die japanische Fassung dort bevorzugt mit einem mehr oder minder starken Halleffekt, in der englischen Version wird auch gerne mal die Stimme verzerrt, während die deutsche Fassung Reis Stimme immer wieder aus unterschiedlichen Richtungen ertönen läßt.

Die deutschen Untertitel halten sich auch weiterhin sehr eng an die deutsche Synchronfassung, weshalb sie von Folge zu Folge immer schlechter zur Untermalung des englischen oder japanischen Tons geeignet sind.

An Extras gibt es auch hier wieder bei jeder DVD ein kleines Beiheft.

Alles in allem eine recht beeindruckende Fassung dieses Klassikers, bei dem sich aber neben viel Licht leider auch hier und da immer wieder Schatten finden läßt. Wie bei Full Metal Panic oder Final Fantasy Unlimited kann man auch hier im Handel drastische Abweichungen zur unverbindlichen Preisempfehlung finden.

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Neon Genesis Evangelion – Platinum Vol. 2 & 3

   
Laufzeit: DVD 2: 125 Minuten, DVD 3: 100 Minuten
Tonspuren: Deutsch, Englisch, Japanisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch
Herausgeber: ADV Films Deutschland
Ländercode: 2
Preis pro DVD: € 27,99

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