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Perfect Blue

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Autor: Karsten Schubert
Bewertung: 4 Sterne
Einstufung: ab 18
besprochenes Material: Kinofilm, englisch untertitelt, deutsch synchronisiert
Firma: Rex Entertainment

Short Line

Mima Dieser Review basiert auf einer Vorpremiere, die auf der Berlinale ’98 gezeigt wurde, noch bevor der Film in Japan anlief.

Die nur mäßig erfolgreiche Idol-Sängerin Mima entscheidet sich ihre erträumte Gesangs-Karriere zu beenden, um Schauspielerin zu werden. Doch kaum hat sie ihre Gruppe verlassen, feiert diese plötzlich sensationelle Erfolge, während ihr Schauspieldebut nur aus einer unbedeutenden Nebenrolle in einer Fernsehserie besteht. In dieser Situation stößt sie im Internet auf „ihre“ private Homepage, die erschreckend viele ihrer intimsten Gedanken preisgibt. Kurz darauf begegnet sie einer perfekten Kopie ihrer selbst, die behauptet, die „wahre“ Mima zu sein und die den Gesang nie aufgegeben hat. Schließlich erfolgen rätselhafte Anschläge auf Personen aus ihrer näheren Umgebung. Als wäre das alles noch nicht genug, sieht sie sich gezwungen immer abstoßendere Rollen anzunehmen, um ihrer Karriere zum Erfolg zu verhelfen. Dies führt dazu, daß sie den Bezug zur Realität immer mehr verliert.

Mima Die Zeichnungen und Animationen sind recht gut gelungen. Das Chara-Design wirkt recht ungewöhnlich, doch alle notwendigen Details sind vorhanden (beim Erscheinen des großen N im Web-Browser ging ein Raunen durch das Publikum ;-) ). Der Sound geht in Ordnung. Bei der Story handelt es sich um einen Psycho-Thriller, der im großen und ganzen auch als Realfilm hätte gedreht werden können. Jedesmal wenn der Zuschauer meint begriffen zu haben, was Realität und was Traum ist, erscheint ein Schnitt und die Theorie wird über den Haufen geworfen. Leider gibt es einige kleinere Logikfehler (wie in diesen Genre schon fast üblich). Der Gewalt-Level ist recht hoch und auch sonst geht es ziemlich heftig zur Sache, so daß dieser Film wirklich nichts für jüngere Zuschauer ist. Kein Film den man gerne sieht, der aber ganz interessant ist und Kritik an der (nicht nur japanischen) Musik- und Fernsehindustrie übt.

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Daten

   
Titel: Perfect Blue
Originaltitel: Perfect Blue
Regie: Satoshi Kon
Drehbuch: Sadayuki Murai
Character Design: Hisashi Eguchi, Hideki Hamazu
Musik: Masahiro Ikumi
Vorlage: Roman von Yoshikazu Takeuchi
Produktionsjahr: 1997
Genre: Psycho-Thriller
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