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Eden of the East

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Autor: Karsten Schubert


Short Line

Eden of the East Blu-ray Cover Wenn es einen Preis f�r den skurrilsten Anfang g�be, w�re diese 11-teilige Serie ein hei�er Anw�rter auf einen der vorderen Pl�tze.

Vor Saki steht auf einmal ein fremder nackter junger Mann

Die Handlung

Ein junges M�dchen, Saki, war eigentlich auf ihrer Abschlu�fahrt von der Uni in New York, doch sie hat sich abgeseilt und einen Zwischenstopp in Washington DC eingelegt. Doch dort gibt sie sich nicht nur mit dem Besichtigen der Sehensw�rdigkeiten zufrieden, sondern sie will eine M�nze in den Springbrunnen des Wei�en Hauses werfen, der nat�rlich wesentlich weiter von den Touristen entfernt ist, als es auf den Postkarten erscheint.

Ihr Wurf ist zu kurz, doch daf�r hat sie nat�rlich sofort zwei Polizisten auf dem Hals, die wissen wollen, was sie da gerade gemacht hat. Doch gerade als sie antworten will ert�nt eine japanische Stimme von der anderen Stra�enseite. Dort steht ein junger Mann, der nichts anhat, au�er einem Handy und einer Pistole. Kein Wunder, dass die Sicherheitsbeamten sich pl�tzlich auf ihn konzentrieren. Doch dem jungen Mann gelingt es sich zu verbergen, als gerade ein LKW zwischen ihnen durchrast, dem die Polizisten prompt folgen.

Saki wei� kaum was sie sagen soll, als pl�tzlich der junge Mann vor ihr steht. Doch er hat sie gerade vor Schwierigkeiten bewahrt, daher revanchiert sie sich, indem sie ihm ihren Mantel, Schal und M�tze gibt, womit er zumindest notd�rftig bedeckt ist. Dann verabschieden sie sich, in der Absicht sich vermutlich nie wieder zu sehen. Doch kurz darauf f�llt ihr ein, dass in ihrem Mantel auch ihr Reisepass und ihre Geldb�rse war, daher rennt sie verzweifelt in die Richtung, in die er verschwand. Gl�cklicherweise war dieser komische halbnackte Mann aufgefallen, so dass sie ihn schlie�lich in einiger Entfernung entdeckt.

Akira mit seinem Handy Der junge Mann hat sich inzwischen mit seinem Handy besch�ftigt und erreichte die Concierge Juiz, die offenbar f�r ihn verantwortlich ist, ihm aber auch nicht vielmehr geben konnte, als die Adresse seiner aktuellen Wohnung. Er gelangt mit dieser Hilfe in seine Wohnung und erlebt einen Schock. Er kann sich n�mlich an nichts erinnern, doch in der Wohnung gibt es viele Waffen unterschiedlichster Bauart und gef�lschte Ausweise. Ist er ein Terrorist? Da klingelt pl�tzlich Saki an seiner T�r und er schlie�t einen verwegenen Plan. Er sucht sich seinen japanischen Pass heraus. Er wird von nun an Akira Takizawa hei�en, der Name der in seinem japanischen Ausweis steht. Gemeinsam mit dem M�dchen f�hrt er zur japanischen Botschaft und sie erz�hlen ein M�rchen, dass ihnen ihr Gep�ck gestohlen wurde.

Akira und Saki Sie erhalten Flugtickets und fliegen gemeinsam nach Japan. Doch auf dem Weg dahin erf�hrt Akira pl�tzlich von merkw�rdigen Raketenangriffen, die Japan trafen, aber keine Menschenleben forderten. Doch jetzt sind Menschen beim Abschuss eines Flugzeuges ums Leben zu kommen. So kommen die beiden auf einem vollkommen chaotischen Flughafen an und Saki ist gezwungen ihr Vorstellungsgespr�ch f�r diesen Tag abzusagen. W�hrenddessen findet Akira mehr �ber sein Handy heraus. Offenbar ist er einer von zw�lf Leuten (die sogenannten Selecao), die so ein Handy bekommen haben und mit diesen Handys hat man eine riesige Geldmenge (10 Milliarden Yen) erhalten, die die Concierge Juiz nutzen kann um Auftr�ge auszuf�hren. Akira hat immer noch 8 Milliarden Yen zur Verf�gung. Doch offenbar ist dieses mit einem Zweck verkn�pft, denn Juiz verabschiedet sich immer mit den Worten: „M�gest du auch weiterhin unser Retter sein.“ Doch dieses Geld lockt auch andere Gestalten auf den Plan, wie einen zwielichtigen Polizisten, der ebenfalls eines dieser Handys besitzt und es auf Akiras Geld abgesehen hat. Ist Akira wirklich ein Terrorist? Wer steckt hinter den merkw�rdigen Terroranschl�gen? Was haben die Handys zu bedeuten? Das sind alles Fragen, die im Rahmen dieser elfteiligen TV-Serie beantwortet werden. Dabei gibt es eine ganze Reihe von �berraschungen zu entdecken.

Ein Gegner Akiras

Der Hintergrund

Auch wenn die Story und Charaktere zun�chst sehr wirr erscheinen, macht die Story nach einiger Zeit durchaus Sinn. Was zun�chst wie eine Groteske erscheint, offenbart schnell einen ernsten Hintergrund. Japan steckt seit einigen Jahren in einer Rezession und die einzelnen B�rger f�hlen sich machtlos (etwas was sich durch die aktuellen Ereignisse noch verst�rkt werden wird). Dieses Gef�hl war es wohl auch, das Saki nach Washington trieb. Die verzweifelte Hoffnung etwas bewegen zu wollen, bevor sie sich in das verzweifelte Heer hoffnungsloser Arbeiter einreihen muss. Und da begegnet sie diesem merkw�rdigen jungen Mann, der ohne dass sie es beide wissen, die Macht hat etwas zu ver�ndern.

Doch das offenbart sich erst in Folge 5, als Saki vollkommen deprimiert von einem Vorstellungsgespr�ch zur�ck kommt. Und Akira ihr sagt, dass sie sich keine Sorgen machen soll. Im Grunde brauchen die Charaktere einander, die sich unter derart merkw�rdigen Umst�nden getroffen haben. Und damit tritt auch die Geschichte in eine neue Phase, denn pl�tzlich kommt auch Sakis Freunden eine gro�e Bedeutung zu, denn Saki ist Mitglied eines Clubs der auf seiner Webseite „Eden of the East“ eine besondere Bilderkennungs-Software einsetzt. Und auch das Internet spielt im weiteren Handlungsverlauf eine immer gr��ere Rolle, als Sakis Exfreund in Lebensgefahr ger�t.

Saki und ihre Freundinnen

Das Bild

Trotz einer ernsten, ja sogar d�steren Stimmung und einer stellenweise gewaltt�tigen Handlung ist das Bild eine der wahren St�rken dieser Serie. Das f�ngt schon mit dem Chara-Design von Saki an, die einfach nur als s�� zu bezeichnen ist (man merkt einfach die Handschrift von Chika Umino, die vor allem durch Honey and Clover bekannt ist), wobei man sich auch mit ihrer Kleidung gro�e M�he gegeben hat, w�hrend andere Charaktere auch durchaus realistisch, ja sogar h�sslich gestaltet wurden. Auch die Hintergr�nde sind recht detailliert, obwohl man mit einer ganzen Reihe von Tricks gearbeitet hat um die Kosten im Zaum zu halten. Hinzu kommt noch eine recht hohe Bildaufl�sung, so dass man diese Serie weltweit nicht nur auf DVD, sondern auch auf Blu-rays ver�ffentlicht hat, die bei dieser Serie wirklich auftrumpfen k�nnen.

Pakt

Die Blu-rays

Bei der deutschen Fassung ging Universum Films jedoch aufs Ganze. Zwar hat man wie in den USA ein Doppel-Blu-ray Boxset am Start, doch wo die US-Version 8 Folgen auf die erste und drei Folgen auf die zweite Blu-ray packte, hat man in Deutschland einfach alle elf Folgen auf die erste Blu-ray gepackt. Doch was auf den ersten Blick nach �bertriebener Sparsamkeit klingt hat gute Gr�nde. Denn wenn man ehrlich ist, kann man selbst auf der gro�en Leinwand nicht wirklich einen Unterschied zwischen den deutschen Episoden und ihren amerikanischen Gegenst�cken erkennen. Selbst im direkten Vergleich hat man Probleme eindeutige Unterschiede zu erkennen. Dies ist allerdings auch kein gro�es Wunder, schlie�lich hat auch die deutsche Blu-ray meist mehr als 20 Mbps zu bieten, nur weisen die US-Blu-rays auch immer wieder kleine Bursts auf mehr als 30 Mbps auf. Der gr��te Unterschied findet sich dann erst auf der zweiten Disk, die schlichtweg mehr Platz f�r Extras hat, den man auch zu nutzen wei�, doch dazu sp�ter mehr.

Die Bildqualit�t ist f�r eine l�ngere Serie bei der amerikanischen wie auch der deutschen Blu-ray erstklassig. Man kommt zwar nicht ganz an solche Titel wie Evangelion 2.22 heran, aber man ist nicht weit davon entfernt.

Panties und Akira

Der Klang

Wenden wir uns nun dem Ton zu. Wie �blich hat die US-Blu-ray f�r englischen und japanischen Ton wieder auf Dolby True HD 5.1 gesetzt, w�hrend Universum Films den deutschen und japanischen Ton als DTS HD 5.1 abspielt. In allen Fassungen kann der Soundtrack von Kenji Kawai seine St�rken ausspielen, sowohl die eher Patlabor-artigen d�steren St�cke wie auch die eher heiteren und gef�hlvollen St�cke mit Fl�gelhorn-Unterst�tzung kommen gut zur Geltung. Lediglich beim Opening spielt die deutsche Fassung den Subwoofer etwas zu sehr in den Vordergrund.

Saki Auch die deutsche Synchro macht nach einer gewissen Eingew�hnungsphase einen sehr guten Eindruck. Die Stimmen klingen zun�chst zwar etwas �bertrieben, doch im Vergleich zur japanischen Fassung spielen die deutschen Sprecher sogar etwas realistischer, was den Charakteren durchaus zu Gute kommt. Auch die h�ufigen Verballhornungen von Honorifics ist nicht etwa schlampiger Arbeit der �bersetzer zuzuschreiben, sondern man ahmt nur die japanischen Sprecher nach. Diese Elemente d�rften ein wichtiger Grund gewesen sein, weshalb in der deutschen Synchro �berhaupt Honorifics stellenweise verwendet werden. In Anbetracht der nicht gerade einfachen Handlung eine sehr gute Arbeit. Selbst der recht ordentliche englische Dub kann hier nicht mithalten. Hier hat man zum Beispiel auf die Honorifics vollkommen verzichtet, wodurch einige Nuancen etwas verloren gehen. Daf�r kann der englische Dub stellenweise mit einem etwas besseren Hall der Stimmen aufwarten. Die deutsche Synchro gibt sich auch keine Bl��e, nur die japanische Fassung kann in der Disziplin nicht ganz mithalten. Allerdings wird generell vor allem die Frontb�hne genutzt, w�hrend die Surround-Lautsprecher lediglich bei einzelnen Effekten zum Einsatz kommen.

Die deutschen Untertitel sind im direkten Vergleich weniger ausgefeilt und auch die wei�e Farbe kann auf kleineren Bildschirmen zu Problemen f�hren, doch auch in dem Punkt ist die US-Blu-ray um keinen Deut besser.

In einem eher unwichtigen Detail sind die US-Blu-rays jedoch tats�chlich besser. Bei den Chapter Stops verwendet die deutsche Blu-ray genau 4 pro Episode: Zu Beginn einer Episode, zum Ende des Vorspanns, zum Anfang des Abspanns und zum Ende der Episode, doch es fehlt einfach ein Einsprungpunkt in die Mitte der Episode. Im praktischen Einsatz spielt dieses Detail jedoch keine echte Rolle, nicht zuletzt weil bei den Blu-rays auf komplexe Java-Men�s verzichtet wird und die Player sich wirklich merken k�nnen, an welcher Stelle die Blu-ray zuletzt unterbrochen wurde.

Eden

Die Extras

Kommen wir nun zu den eigentlichen Extras auf der zweiten Blu-ray, wo sich die deutsche Fassung etwas absetzt, denn wo die US-Blu-ray immerhin mit f�nf halbwegs informativen Interviews aufwarten kann, sind auf der deutschen Blu-ray noch drei Interviews mehr vorhanden. Und dann gibt es noch ein kleines Extra, das tats�chlich Platz braucht: „Air Communications“. Dahinter verbirgt sich ein �ber zwei Stunden langer Zusammenschnitt der Serie, in der Saki und ihre Freunde auf der Kommentarspur diskutieren, wie sie sich wohl verhalten h�tten, wenn sie diese Sicht der Dinge gehabt h�tten. Wohlgemerkt: die Charaktere, nicht ihre Sprecher...

SD-Mode Allerdings hat Universum erstmals sein standardm��iges BD-Live Nachladen genutzt. Wenn der Player eine Verbindung zum Internet hat, l�dt er einen Filmtrailer f�r Der letzte Tempelritter nach. Das kann man sowohl als Vor- wie auch als Nachteil sehen.

Fazit

Alles in allem eine sehr interessante Serie. Doch trotz des netten Chara-Designs ist die Serie vor allem f�r ein �lteres Publikum zugeschnitten. Zum einen durch die hintergr�ndige Handlung, doch es hagelt auch noch regelrecht sexuelle Anspielungen, ohne dass die Handlung wirklich jugendgef�hrdend wird. Auch der Gewaltlevel w�re f�r ein junges Publikum etwas hoch.
Leider ist die Geschichte nicht ganz abgeschlossen. Daf�r gibt es noch zwei Filme, die allerdings von der Handlung nicht wirklich mit diesem Niveau mithalten k�nnen.



Short Line


   

Eden of the East

   
Laufzeit: 11 Episoden zu je 23 Minuten
Ton: Japanisch, Deutsch DTS-HD 5.1
Herausgeber: Universum Film
   
Preise: 3 DVD-Set: € 35,99
  2 Blu-ray-Set: € 42,99
   

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